Bienen, Wespen und Co

Wir befinden uns momentan in den warmen und heißen Tagen des Jahres mit Sonne, Schwimmbad, Grillen, Eis und somit auch die Hochsaison für Bienen, Wespen und Co. Zum besseren Verständnis ein paar kleine Tipps und Tricks zum „friedlichen Zusammenleben“ mit diesen Insekten

Die Biene

Die Bienen leben in einem Völkerstaat. Das heißt es gibt eine Königin, Arbeiterbienen, Ammenbienen usw. Bekannt ist die Honigbiene. Sie und ihre Verwanden (Hummeln, Wildbienen, etc.) gehört zu den wichtigsten Nutztieren, die es gibt.

Bienen werden vor allem von zuckerhaltigem Lebensmittel angelockt.

Sie ist ein friedliches Insekt, das niemanden angreift und nur bei Gefahr ihren Stachel benutzt. Die meisten Bienen werden von Imkern gehalten, gepflegt und leben in extra Behausungen. Daher wird eine Biene nur selten ihr Nest im Garten oder am Haus bauen.

Einige Wildbienen oder auch Hummeln hingegen leben in Erdlöcher, Baumstümpfe etc.

Sollte hier ein Nest sein, sollte ein Imker informiert werden, der dies dann fachmännisch versetzt.

Von April bis Juni (selten auch im Juli) ist die sogenannte Schwarmzeit. Hier teilt sich das Bienenvolk und die „alte Königin“ fliegt mit ca. der Hälfte des Volkes aus, um sich eine neue Behausung zu suchen.

Da es sich hier zum Teil um mehrere tausenden Bienen handelt, kann dieses Schauspiel schon sehr „furchteinflößend“ sein.

Aber hier gilt – dieser Bienenschwarm sucht sich eine neue Behausung und keinen Ärger mit den Menschen. Sollte sich ein solcher Bienenschwarm im Garten oder im Haus niederlassen, wird dieser einige Stunden später wieder weiterziehen. Sie können allerdings gerne einen Imker informieren, dieser wird den Bienenschwarm einfangen und versetzen.

Die Wespe und die Hornisse

In Deutschland sind mehrere Wespenarten heimisch, darunter ist die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe am bekanntesten, denn diese werden von unserem Nahrungsmittel angelockt.

Wespen leben ebenso in Staaten, aber anders als bei den Bienen überlebt im Winter nur die Königin. Das heißt, während bei den Bienen das ganze Volk überlebt und schon ab März zu sehen ist, erreicht die Wespe ihre volle Volksstärke erst im Sommer/Spätsommer.

Wespen bauen ihre Nester in dunklen Hohlräumen, die dann auch im Dach, Rollo Kästen etc. sein können. Hornissen bauen ebenso in Hohlräumen, aber auch gerne unter der Erde.

Sehr große Wespenvölker, die auch nach Mitte September noch stark fliegen, können mit großer Sicherheit der Deutschen oder der Gemeinen Wespe zugeordnet werden.

Wespen werden von allen Arten unserer Nahrungsmittel angelockt, also anders als die Biene auch von Fleischreste etc.

Verhalten im Freien

  • Wenn man sich von einer Wespe belästigt fühlt, ruhig bleiben. Das neugierige Tier verschwindet bald von selbst. Auf keinen Fall wild um sich schlagen.
  • Speisen und Getränke immer abdecken, Essensreste möglichst sofort aufräumen.
  • Kindern nach dem Essen Hände und Mund abwischen, um keine Wespe anzulocken.
  • Fallobst täglich aufsammeln
  • Um von den ungeliebten Tischgästen gänzlich in Ruhe gelassen zu werden, empfiehlt sich eine Ablenkfütterung. Fünf bis zehn Meter vom Ort des eigentlichen Geschehens entfernt aufgestellt, halten reife/Überreife Früchte die Wespen in Schach.

Der Stich und der Stachel

Bienen und Hummeln stechen nur sehr selten, aber es kommt vor.

Wespen und Hornissen stechen ebenso nur, wenn sie sich bedroht fühlen.

Wespen und Hornissen verlieren – anders als bei der Biene – ihren Stachel nicht.

Daher muss bei einem Bienenstich der Stachel entfernt werden und dies am besten durch Abkratzen mit dem Fingernagel. Den Bienenstachel nicht mit dem Finger herausziehen, denn am Ende des Stachels ist die Giftblase angehängt, sonst drücken sie das Gift komplett in die Wunde.

Bienen, Wespen, Hornissengifte enthalten verschiedene Eiweißkörper, auf die der menschliche Körper mehr oder weniger allergisch reagiert. Bei bekannten lebensbedrohlichen Reaktionen (die ist in der Regel bekannt) sofort einen Notruf absetzen.

Ansonsten hilft Kühlung gegen den Schmerz immer. Falls eine Zwiebel zur Hand ist, kann diese aufgeschnitten werden und großzügig über die Einstichstelle verrieben werden, dies lindert den Schmerz und die Schwellung.

Wenn Wespennester stören

  • Grundsätzlich gilt, die oben aufgezählten Insekten stehen größtenteils unter Naturschutz. Das heißt die Nester dürfen nicht zerstört oder mit Gift behandelt werden.
  • Falls ein Nest (Wespen, Hornisse, Hummel etc.) auf privaten Grund erkannt wird, sollte zuerst versucht werden mit den Insekten zusammen zu leben. Eventuell Fliegengitter besorgen, wenn möglich die Nester meiden.
  • Falls dies nicht möglich ist, ist in der Dorfzeitung oder der Gemeinde eine Kontaktadresse zu AKAN (Arbeitskreis Arten- und Naturschutz) hinterlegt, die sich dann darum kümmert
  • Die Feuerwehr entfernt keine Wespennester etc. Außer es besteht akute Gefahr für Leib und Leben. Falls dies der Fall sein sollte, melden sie sich bei Ihrer Feuerwehr Güntersleben oder über die Notrufnummer 112. Dann wird ein geschulter Feuerwehrangehöriger das Begutachten und Entscheiden, ob das Nest versetzt oder entfernt werden kann.

Wir hoffen Ihnen ein paar hilfreich Infos gegeben zu haben und wünschen allen Bürgerinnen und Bürger von Güntersleben einen schönen Sommer und eine erholsame Urlaubszeit.

Die Kommandanten

Clauß Jürgen

Hartmann Stefan